Wegerichbär

Wissenschaftlicher Name: Parasemia plantaginis

Der Wegerichbär gehört zu den kleineren Arten. Es gibt ihn in ganz Europa und auch in Asien bis hin zu Japan. Er bevorzugt offene und kühlere Gebiete, besonders des Berglandes bis 3000 m. man findet den Wegerichbär aber auch in Heide- und Moorgebiete der Mittelgebirge.

Die Flügelspannweite des Wegerichbär beträgt nur 32-38 Millimeter. Das typisch gefärbte Männchen hat gekämmte Fühler, gelblichweiße Vorderflügel mit schwarzen Zeichnungen und gelb untermalte Hinterflügel. Ein typisches Weibchen hat rotschwarze Flügel mit brauner Zeichnung. Die Flügelzeichnung ist jedoch außerordentlich variabel. Bei den Exemplaren des Wegerichbär bestehen Farbschwankungen wie bei kaum einer anderen Art. Die schwarze Zeichnung bedeckt mitunter fast die ganzen Flügel, so dass nur schmale, helle Streifen verbleiben, oder geht zurück und bildet auf den Hinterflügeln nur einige Flecken am Außenrand.

Die nachtaktiven Falter fliegen von Mai bis Juli. Die Raupen findet man von August bis Mai. Es gibt nur eine Generation pro Jahr.

Die hellgelb-grünlichen, kugeligen Eier werden im Sommer auf die Futterpflanzen abgelegt. Die Raupen überwintern und suchen sich unmittelbar nach dem Schlüpfen ein Quartier für den Winter. Erst im Frühjahr beginnt die richtige Nahrungsaufnahme und das damit verbundene Wachstum. Wie alle Bärenspinner sind die Raupen dicht behaart und für die meisten Vögel ungenießbar. Trotzdem bringen die Raupen sich sicherheitshalber bei jeder Erschütterung der Futterpflanze in Sicherheit. Die Raupen des Wegerichbär sind schwarz und haben Büschel von schwarzen und braunen Haaren. Im Mai verpuppen sie sich in einem graubraunen Gespinst in Rindenspalten dicht über dem Boden oder in anderen Verstecken. Als Futterpflanzen dienen der Raupe des Wegerichbär Krautpflanzen wie Wegerich, Löwenzahn und Habichtskraut.

 

Wegerichbär (Parasemia plantaginis) im Überblick:

Der Wegerichbär (Parasemia plantaginis) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Bärenspinner (Arctiidae)