Trauermantel

Wissenschaftlicher Name: Nymphalis antiopa

Der Trauermantel gehört zu den größten europäischen Arten. Er ist ein deutlich gezeichneter Wanderschmetterling und ein guter Flieger. Er kommt außer im südlichen Spanien und auf den Mittelmeerinseln überall in Europa vor. Der Trauermantel lebt in offenen und leicht bewaldeten ländlichen Gegenden sowie Parks. Er liebt aber vor allem Flussufer und kleinere Flüsse.

Die Flügelspannweite beträgt 55-75 mm. Die beiden Seiten der Flügel des Trauermantel haben einen schwarz-braunen Untergrund und sind mit einem weißlichen oder gelben Band eingesäumt. Auf der Flügeloberseite hat der Falter direkt neben dem Saum eine Reihe blauer Tupfen.

Pro Jahr wächst eine Generation heran. Die Flugzeit des Trauermantel ist von Juni bis September. Anschließend beginnt für den Trauermantel die Winterruhe. Im darauffolgenden Frühjahr werden die Falter wieder aktiv. Man kann sie abhängig von Ort, Klima und Höhe des Lebensraums von März bis Mai oder Juni fliegen sehen.

Nach der Überwinterung des Trauermantel erfolgt im Frühling die Paarung. Danach legt das Weibchen des trauermantel die Eier in ringförmigen Gelegen um Zweige ab. Nach 2 - 3 Wochen schlüpfen die Raupen. Sie werden 50 bis 55 Millimeter lang und sind schwarz gefärbt. Die älteren Raupen weisen lange, schwarze Dornen auf und haben rote Rückenflecken sowie rostrote Beine. Die Raupen des Trauermantel leben zunächst gemeinsam in einem Gespinst, bis sie sich einzeln auf die Suche nach einem geeigneten Platz zur Verpuppung machen. Dabei legen sie mitunter große Wegstrecken zurück. Die Verpuppung erfolgt an Felsen, Mauern und an Sträuchern in einer hellbraunen bis gräulichen Stürzpuppe. Nach 2 - 3 Wochen schlüpfen die Falter. Die Raupen ernähren sich von den Blättern des Weidenbaums, Birke, Espe, Salweide und Ulme.

 

Trauermantel (Nymphalis antiopa) im Überblick:

Der Trauermantel (Nymphalis antiopa) ist ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae)