Schönbär

Wissenschaftlicher Name: Callimorpha dominula

Der Schönbär ist in Europa weit verbreitet, tritt aber streckenweise nur lokal auf. So fehlt er beispielsweise in den Niederlanden und ist im Nordwesten Deutschlands sehr selten. Seine Lebensräume sind feuchte, lichte Laub- und Nadelwälder, Waldränder, feuchte Talwiesen, Auwälder und Weiden sowie Bach- und Flussufer. Der Falter fliegt tagsüber bei Sonnenschein; nachts kommt er an Lichtquellen.

Der Schönbär hat eine Flügelspannweite von 45-55 mm. Beide Geschlechter haben fadenförmige Fühler. Und zeichnen sich durch eine sehr große Variabilität der Fleckenzeichnung auf den Vorder- und Hinterflügeln aus. Auch der Metallglanz der dunklen Flächen auf den Vorderflügeln ist sehr veränderlich und hat grüne, blaue oder violette Töne.

Pro Jahr wächst nur eine Generation heran. Die Flugzeit ist von Mitte Juni bis Juli. Der Schönbar ist vorwiegend nachtaktiv, fliegt aber auch am Tag und besucht gerne auch Blüten um Nektar zu saugen.

Die Weibchen des Schönbär legen ihre Eier in kleinen Gruppen nebeneinander unter Blätter der Futterpflanzen. Die gelblichgrünen Eier sind an der Basis abgeflacht und werden in lockeren Gruppen an Blättern der Nahrungspflanzen abgelegt. Die schlüpfenden Raupen leben zunächst in Gruppen und überwintern auch gemeinsam zwischen Laub, werden aber nach dem Überwintern Einzelgänger. Sie verpuppen sich in einem weichen, weiß-grauen Gespinst am Boden. Die Falter schlüpfen im Juni. Die Raupen des Schönbär werden etwa 40 Millimeter lang. Sie sind dunkelgrau mit unterbrochenen gelben Streifen und kleinen weißen Punkten auf den Seiten und haben graue und schwarze Haare. Die Raupen des Schönbär leben an vielen niedrigen, krautigen Pflanzen wie zum Beispiel der Brennnessel, Taubnessel, Vergißmeinnicht, Beinwell, Ampfer und Hahnenfuß, aber auch an Weide, Himbeere und Geißblatt.

 

Schönbär (Callimorpha dominula) im Überblick:

Der Schönbär (Callimorpha dominula) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Bärenspinner (Arctiidae)