Russischer Bär, Spanische Flagge

Wissenschaftlicher Name: Callimorpha quadripunctaria

Der Russische Bär, auch Spanische Flagge genannt, kommt in Mitteleuropa nur lokal und meistens recht selten vor. Im Vergleich zum Schönbär liegen die Verbreitungsregionen mehr im südlichen Europa. Die Lebensräume sind vorwiegend warme, sonnige, meist sandige, steppenartige Orte. Man kann ihn jedoch auch in buschigem Heckengelände und in Parkanlagen beobachten.

Der Russische Bär hat eine Flügelspannweite von 42-52 mm. Die Vorderflügel sind schwarzblau mit weißen oder gelblichen Streifen. Diese bilden an den Flügelspitzen ein markantes schräges "V". Die orangefarbenen Hinterflügel haben drei bis vier schwarze Flecken. Das Männchen hat gekrümmte Flügel und ist meist kleiner als das Weibchen, das zudem einen sehr dicken Hinterleib besitzt. Im Gegensatz zu anderen Bärenspinnern besitzt der Russische Bär einen gut ausgebildeten Saugrüssel, der es ihm ermöglicht, Nektar von Blüten zu saugen.

Pro Jahr wächst nur eine Generation heran, deren Flugzeit von Mai bis Juli dauert. Der Falter fliegt überwiegend am Tag.

Die Eier werden in Gruppen auf den Blättern der Nahrungspflanzen abgelegt. Die Raupen des Russischen Bären werden ca. 50 Millimeter lang. Sie sind schwarzgrau und haben eine gelbe Rückenlinie. Zusätzlich haben sie auf den Seiten weiße Flecken und überall rötlich-braune Warzen mit kurzen, hellen Borsten. Die Raupen leben an zahlreichen niederen, krautigen Pflanzen wie zum Beispiel an Löwenzahn, Taubnessel, Große Brennnessel, Kleiner Wiesenknopf, Natternkopf, Fuchssches Greiskraut, Schafgarbe, Miere und Ampfer, aber auch an Sträuchern wie Bocksdorn, Brombeere und Himbeere. Die jungen Raupen fressen vor allem Kräuter, erst später fressen sie auch die holzigen Gewächse.

 

Russischer Bär, Spanische Flagge (Callimorpha quadripunctaria) im Überblick:

Der Russischer Bär, Spanische Flagge (Callimorpha quadripunctaria) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Bärenspinner (Arctiidae)