Rotrandbär

Wissenschaftlicher Name: Diacrisia sannio

Der Rotrandbär ist in Europa weit verbreitet. Er lebt in Moorwiesen, Buchenwälder und grasige Waldplätze, sowie auf Schonungen und Waldrändern. Man findet in auch auf Feuchtwiesen sowie im Gebirge bis zu 2.400 Meter Höhe.

Die Flügelspannweite des Rotrandbär beträgt 35-45 mm. Sein Körper ist rötlichbraun, mit Büscheln kurzer, brauner Haare bedeckt, die auf kleinen, erhöhten Warzen stehen. Das Männchen des Rotrandbär ist oben hellgelb gefärbt und hat auf jeden der vier Flügel einen roten Mittelfleck. Das Weibchen ist kleiner und hat orangerote Vorderflügel mit einem braunen Fleck. Die Hinterflügel des Weibchens sind schwarz mit orangen Bereichen.

Pro Jahr wächst gewöhnlich eine Generation heran, deren Flugzeit die Monate Juni und Juli sind. In günstigen Jahren kann es an manchen Plätzen auch eine unvollständige zweite Generation geben, die dann in den Monaten Juli und August fliegt.

Die Falter der Art sind tag- und nachtaktiv. Sie kommen auch gerne ans Licht. Allerdings sind die Weibchen des Rotrandbären eher flugträge.

Die gelblich-weiß und halbkugelig Eier des Roträndbär werden im Juni in kleinen Gelegen an den Blättern der Futterpflanzen der Raupen abgelegt und schlüpfen im Juli. Die schwarzbraun bis rötlichbraun behaarten Raupen besitzen eine weißliche Mittellinie mit roten Punkten. Sie überwintern klein und vollenden ihre Entwicklung erst im nächsten Frühjahr. Die Verpuppung erfolgt im Mai oder Juni in zerbrechlichen Kokons, die an der Basis der Futterpflanze angesponnen sind. Die glänzend rotbraune Puppe besitzt einen Kremaster mit Borsten. Die nachtaktive Raupe des Rotrandbär ernährt sich von niedrigen Pflanzen wie Labkraut, Ampfer, Habichtskraut, Heidekraut, Glockenheide und Gagelstrauch.

 

Rotrandbär (Diacrisia sannio) im Überblick:

Der Rotrandbär (Diacrisia sannio) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Bärenspinner (Arctiidae)