Purpurbär

Wissenschaftlicher Name: Rhyparia purpurata

Der Purpurbär - manchmal auch als Stachelbeerbär bezeichnet - ist ein nachtaktiver Falter. Er ist in Europa weit verbreitet, aber nicht mehr allzu häufig anzutreffen, wenn, dann vorwiegend in im Süden Europas. Nach wie vor heimisch ist er vom Norden der Iberischen Halbinsel durch Süd- und Mitteleuropa bis Ostasien. Er lebt auf sonnigwarmen Sandheiden, feuchten Waldwiesen und Blößen und an nicht zu trockenen Hängen und Lehnen.

Flugzeit sind die Monate Juni und Juli. Die Flügelspannweite liegt zwische 38 - 50mm. Die Zeichnung der Art ist variabel. Die Vorderflügel sind goldgelb gefärbt und tragen viele dunkle Flecken. Die schwarzen Flecke auf den Vorderflügeln können sowohl vergrößert oder verkleinert als auch in der Anzahl verringert sein. Die Hinterflügel sind purpurrot, in Ausnahmefällen auch gelb gefärbt und mit großen schwarzen Flecken besetzt.

Die Weibchen sind größer als die Männchen und haben nur einfache Fühler, während die Männchen lange gekämmte Fühler tragen.

Die Weibchen legen die Eier in großen, etwa 100 Eier umfassenden Gelegen auf den Blattunterseiten ab. Die Raupen schlüpfen im August und überwintern. Sie verpuppen sich erst im Mai oder Juni des darauffolgenden Jahres. Die Raupen des Purpurbärs sind stark mit weißen und fuchsroten Borsten besetzt. Ende Mai/Anfang Juni findet die Verpuppung in einem gelbgrauen Gespinst an der Erde statt.

Die Raupe des Purpurbär kann man auf feuchten Waldwiesen, aber auch an warmen Hängen finden. Sie ernährt sich von niedrigen Pflanzen wie Labkraut, Beifuß, Heidekraut und verwandten Pflanzen, aber auch von Ginster, Besenginster, Schlehe, Weide, Birke und Eiche. Sie sitzen dabei immer sehr hoch auf den Pflanzen.

 

Purpurbär (Rhyparia purpurata) im Überblick:

Der Purpurbär (Rhyparia purpurata) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Bärenspinner (Arctiidae)