Pflaumenzipfelfalter

Wissenschaftlicher Name: Satyrium pruni

Der Pflaumenzipfelfalter ist zwar in Mitteleuropa mit Ausnahme Nordfrankreichs weit verbreitet von Südfrankreich bis Sibirien und sogar Mongolei und Japan. In Nordeuropa kommt der Pflaumenzipfelfalter bis Südfennoskandinavien vor. trotzdem kommt aber nur lokal vor. In Nordwestdeutschland und in den Niederlanden sieht man ihn nur sehr selten. Der Pflaumenzipfelfalter lebt an Waldränder und Hecken sowie trockenen Hängen. Er liebt sonnige freie Flächen mit hoher Schlehendichte.

Da immer mehr Hecken entfernt wurden oder auswachsen, gilt die Art inzwischen stellenweise als gefährdet.

Die Flügelspannweite des Pflaumenzipfelfalters beträgt 26-30 mm. Der Falter hat auf der Unterseite der Flügel ein orangefarbenes Band und schwarze Flecke. Die Flügeloberseite ist braun mit orangefarbenen Flecken am Außenrand des Hinterflügels. Die Flügelunterseite ist mittelbraun und hat eine orangefarbene Fleckenbinde, die auf einer Seite von schwarzen, keilförmigen Flecken begrenzt wird. Zudem befinden sich weiße Striche auf der Flügelunterseite. Beide Geschlechter haben an den Hinterflügeln Schwänzchen, die namensgebenden Zipfel, neben denen ein kleiner blauer Fleck zu sehen ist.

Pro Jahr wächst nur eine Generation heran, die von Juli bis Anfang August fliegt.

Die Falter haben eine Vorliebe für weiße Blüten und saugen gerne an Gewöhnlichem Liguster, Holunder und Brombeere.

Die Weibchen des Pflaumenzipfelfalter legen die Eier meist an höhergelegenen Zweiggabelungen ab. Die Eier überwintern in den Astgabeln, in ihnen befinden sich aber schon die voll entwickelten Raupen. Diese schlüpfen dann im Frühjahr, ernähren sich zunächst von Blütenknospen und den jungen Blättern der Schlehe, Pflaume und Zwetschge, später von Blatttrieben. Die Raupe ist hellgrün, mit in Längsreihen angeordneten kleine purpurnen Wärzchen.

 

Pflaumenzipfelfalter (Satyrium pruni) im Überblick:

Der Pflaumenzipfelfalter (Satyrium pruni) ist ein Tagfalter aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae)