Nonne

Wissenschaftlicher Name: Lymantria monacha

Die Nonne ist ein Nachfalter aus der Familie der Trägspinner. Sie ist überall in Europa weit verbreitet. Der Falter lebt in Fichten- und Kiefernwälder sowie Mischwälder, bevorzugt im Stangenholz, bei Futtermangel jedoch auch im Dickholz.

Die Flügelspannweite der Nonne beträgt 40-50 mm. Die Hauptkennzeichen dieses Falters sind die weißen Vorderflügel mit zahlreichen querlaufenden schwarzen Zickzacklinien und einfarbig graubraune Hinterflügel mit schwarzweiß gescheckten Außensäumen. Die Weibchen sind größer und haben längere Vorderflügel.

Die Nonne fliegt von Juli bis Anfang September. Die Population der Art schwankt von Jahr zu Jahr. In einem ungefähren Zyklus von drei bis fünf Jahren kommt es jeweils zu einer Massenvermehrung, die dann regelmäßig Schäden in Nutzwälder hervorruft.

Das Weibchen der Nonne legt etwa 300 Eier in Eihaufen von 20 - 100 Stück an Baumstämmen ab. Die Eier überwintern. Im Frühjahr schlüpfen die Raupen. Sie kriechen einige Zeit nach dem Schlüpfen in die oberen Baumkronen und zerstreuen sich. Sie verpuppen sich in einem dünnen Gespinst und ab Juli schlüpfen die Falter.

Die Raupe der Nonne ist behaart und grau mit schwarzen Flecken und Bändern auf dem Rücken. Sie befällt bevorzugt Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer, Lärche und Eiche aber auch Weißtanne, Europäische Lärche, Espe, Hainbuche, Rotbuche, Stiel-Eiche, Kulturapfel, Berg-Ahorn. Bei Futtermangel ernährt sie sich jedoch auch von der Heidelbeere und Moorbeere sowie niedrigen Pflanzen.

Die Raupen der Nonnen sind ein ernstzunehmender Waldschädling. Im Frühjahr zehren die Tiere bereits an den ersten Knospen, später dann an den Nadeln. Eine Raupe frisst etwa 200 Kiefern- beziehungsweise 1000 Fichtennnadeln und beschädigt beim Abbeißen noch einmal so viele.

 

Nonne (Lymantria monacha) im Überblick:

Der Nonne (Lymantria monacha) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Schadspinner (Lymantriidae)