Kleiner Fuchs

Wissenschaftlicher Name: Aglais urticae

Der kleine Fuchs ist vermutlich der Schmetterling, der in Europa am häufigsten vorkommt. Er lebt in sehr unterschiedlichen Lebensräumen vom Tiefland bis hoch in die Berge. Seine bevorzugten Futterplätze sind jedoch Feld- und Straßenränder, an denen Blumen wachsen, sowie Ödplätze, Parks und Gärten.

Die Flügelspannweite des kleinen Fuchs beträgt zwischen 40-50 mm. In Mittel- und Hochgebirgslagen sind die Falter häufig größer und haben eine hellere Färbung. Im nördlichen Europa sind sie eher kleiner und dunkler.

Der Kleine Fuchs hat eine orangebraune Grundfärbung mit zahlreichen schwarzen und gelben Flecken. Seine Vorderflügel sind orangebraun. Der Flügelsaum ist gezahnt und mit einer Reihe an blauen Flecken versehen. An der Vorderseite der Flügel entspringen drei eckige, schwarze Flecken, zwischen denen hellgelbe Bereiche liegen. In der Flügelspitze ist sogar ein weißer Bereich zu sehen. In der Flügelmitte sind drei, isolierte, schwarze Flecken verstreut. Die Unterseite ist verschieden gefärbt. Die Reihe an Randflecken ist hier in schwarz vorhanden. Auch sind die eckigen, schwarzen flecken der Vorderseite andeutungsweise zu erkennen. Ein großer Abschnitt des Flügels ist hellbraun. Die Hinterflügel des Kleinen Fuchses sind orangebraun gefärbt. Direkt am Rand verläuft eine Reihe blauer Flecken. In Körpernähe ist ein schwarzer Fleck auf den Flügeln zu sehen. Die Behaarung der Flügel ist relativ stark. Die Unterseite ist dunkel marmoriert, doch kann man die Randflecken in schwarz erkennen. Der Körper des Schmetterlings ist dunkel und stark behaart.

In den meisten Lebensräumen wachsen pro Jahr zwei Generationen heran. Die Flugzeit der ersten Brut ist der Frühsommer. Diese Schmetterlinge produzieren sogleich die zweite Generation, die im Spätsommer bzw. Frühherbst auftaucht und sich zunächst über mehrere Wochen einen Futtervorrat anfrisst, bevor sie sich zur Winterruhe begibt. Das Überwintern erfolgt an einem geschützten Ort, häufig Schuppen oder ungeheizte Gebäudeteile.

Die Weibchen legen ihre grünen Eier in großen Gelegen von 50 bis 200 Stück an die Blattunterseiten, sonnenbeschienener Futterpflanzen ab. Die jungen Raupen fressen bis zur letzten Häutung in selbst gesponnenen Gespinsten, während erwachsene Raupen meist einzeln oder in kleinen Gruppen anzutreffen sind. Die Raupen des Kleinen Fuchs verpuppen sich nach einer Fresszeit von etwa einem Monat in einer braunen oder hellgrünen Stürzpuppe, die mehrere Dornen und golden-metallische Flecken aufweist. Die Raupen ernähren sich vorwiegend von den Blättern der Brennnessel.

 

Kleiner Fuchs (Aglais urticae) im Überblick:

Der Kleiner Fuchs (Aglais urticae) ist ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae)