Großer Perlmutterfalter

Wissenschaftlicher Name: Argynnis aglaja

Der Große Perlmutterfalter ist überall in Europa weit verbreitet, mit Ausnahme der nördlichen Regionen der skandinavischen Länder. Im Gegensatz zu anderen Perlmutterfaltern kommt der große Perlmutterfalter weniger häufig in bewaldeten Gebieten vor. Der Falter bevorzugt basische Böden. Man sieht ihn vor allem im offenen Hügelland und in Moorgegenden, sowie auf Dünen und auf Hügeln und Klippen am Meer. Die Verbreitung erstreckt sich bis ca. 2.200 m Seehöhe.

Die Flügelspannweite des Großen Perlmutterfalters beträgt 50-55 mm. Er gehört damit zu den kleineren Vertretern der Edelfalter. Der Falter hat eine orangebraune Grundfärbung auf der schwarze Punkte und Striche zu sehen sind. Die Unterseite der Hinterflügel ist gelb und grün und trägt die namensgebenden für die Art typische rundliche, silbrige Perlmutt Flecken. Der Flügelsaum der Vorderflügel ist schwarz. Am Rand befinden sich zwei Reihen schwarzer Flecken. An der Flügelvorderkante sind einige kurze, schwarze Striche zu sehen. Die Unterseite der Vordeflügel ist orangerot. Die Flügelspitze ist gelblich und enthält braune Flecken. Die Hinterflügel des Großen Perlmutterfalters sind orangebraun mit schwarzem Flügelsaum. Den Rand zieren zwei Reihen kleiner schwarzer Punkte. Nahe dem Körper gibt es eine dunkelbraune und dicht behaarte Zone. Die Unterseite der Hinterflügel ist olivgrün, wobei der Randbereich hell und gelblich ist. Drei Reihen silberner, glänzender perlmuttartiger Flecken auf dem Flügel verleihen dem Falter sein arttypisches Aussehen. In der Nähe des Körper sind weitere, kleine, silberne Flecken. Der Körper selbst ist dunkelbraun mit hellbrauner Unterseite. Die Weibchen des großen Perlmutterfalters sind etwas größer und auf der Flügeloberseite dunkler als die Männchen.

Pro Jahr wächst nur eine Generation heran, deren Flugzeit von Juni bis August dauert. Der große Perlmutterfalter hat einen sehr kraftvollen und schnellen Flug, so dass die Falter sich auch dort bewegen können, wo starker Wind weht.

Die Weibchen legen ihre Eier einzeln auf Stängel und Blattunter- und oberseiten ihrer Futterpflanzen. Die nach zwei bis drei Wochen schlüpfenden Raupen fressen zumächst nur die Eischalen, um gleich danach in Winterruhe zu gehen. Die eigentliche Entwicklung beginnt erst im darauffolgenden Jahr. Die Raupen werden ca. 38 Millimeter lang. Sie sind schwarz und tragen an den Seiten jeweils rotorange Punktreihen. Junge Raupen sind zusätzlich weiß gezeichnet. Die Raupen haben lange, schwarze und verästelte Dornen. Sie verpuppen sich in braunen Stürzpuppen, die keine Silberflecken tragen, am Stängel nahe am Boden. Die Raupen des Großen Perlmutterfalters ernähren sich von den Blättern verschiedener Veilchenarten, besonders von Rauen Veilchen aber auch von Hunds-Veilchen und Sumpf-Veilchen.

 

Großer Perlmutterfalter (Argynnis aglaja) im Überblick:

Der Großer Perlmutterfalter (Argynnis aglaja) ist ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae)