Großer Fuchs

Wissenschaftlicher Name: Nymphalis polychoros

Der große Fuchs kommt vor allem im mittleren und südlichen Europa vor. Die Falter fliegen oft aus dem Süden als Wanderfalter nach Mitteleuropa ein. Weiter nördlich ist er seltener anzutreffen. In Mitteleuropa kommen sie mehr in den wärmeren Regionen vor und sind allgemein selten geworden. Nur im Mittelmeergebiet und den Südalpen sind sie noch häufig. Er lebt vor allem am Waldrand und an Pfaden und Wegen, die durch den Wald führen, sowie in lichten Wäldern und deren Rändern, auf verbuschtem Trockenrasen und in Obstgärten.

Der große Fuchs hat eine Flügelspannweite von 50-55 mm. Seine Grundfärbung ist orangebraune mit zahlreichen schwarzen Flecken. Der Flügelsaum der Vorderflügel ist gezahnt und mit einer schmalen, dunklen Binde versehen. An der Vorderseite der Flügel befinden sich drei eckige, schwarze Flecken, zwischen denen hellgelbe Bereiche liegen. In der Flügelmitte sind vier, isolierte, schwarze Flecken verstreut. Die Unterseite ist hell- und dunkelbraun marmoriert und gleicht damit dürrem Laub. Der Flügelrand ist von einem dunklem Saum umgeben. Die Hinterflügel des Großen Fuchses sind orangebraun gefärbt. Direkt am Rand verläuft eine Reihe blauer Flecken. In Körpernähe ist ein schwarzer Fleck auf den Flügeln zu sehen. Die Behaarung der Flügel ist relativ stark. Der Körper des Schmetterlings ist dunkel und stark behaart.

Die Falter saugen nur selten an Blüten, sondern bevorzugen austretende Baumsäfte. Im Frühjahr fliegen sie aber häufig blühende Weiden an.

Man kann den Großen Fuchs oft beobachten, wie er sich mit aufgefalteten Flügeln sonnt.

Pro Jahr wächst eine Generation heran, deren Flugzeit von Juni oder Juli bis in den September hinein dauert. Danach gehen sie in Winterruhe. Schutz suchen sie unter anderem in hohlen Baumstümpfen. Im Süden gibt es auch eine zweite Generation. Überwinternde Falter fliegen schon von März bis April.

Die Weibchen legen ihre Eier an der Rinde von dünnen Zweigen ihrer Futterpflanzen ab. Die Raupen werden ca. 45 Millimeter lang. Sie sind dunkelgrau, ins schwarz gehend gefärbt und haben am Rücken und auf den Seiten orange Binden. Daneben haben sie auch orange gefärbte, verästelte Dornenauswüchse. Sie ernähren sich hauptsächlich von den Blättern der Ulme. Gelegentlich sieht man sie auch auf Weiden, Pappeln und Obstbäumen wie Apfelbaum und Birnbaum. Die Raupen verpuppen sich und schlüpfen noch vor dem Winter. Die Vorliebe der Raupen des Großen Fuchs für Obstbäume wirkte sich negativ auf die Bestandsdichte aus. Grund hierfür sind Giftspritzungen, die häufig zu oft und zu früh ausgebracht werden.

 

Großer Fuchs (Nymphalis polychoros) im Überblick:

Der Großer Fuchs (Nymphalis polychoros) ist ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae)