Götterbaumspinner

Wissenschaftlicher Name: Samia cynthia

Der Götterbaumspinner gehört zu den größeren Schmetterlingen, die ursprünglich in Asien beheimatet waren und von dort aus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Seidenzucht (liefert Eri-Seide) nach Europa und Nordamerika eingeschleppt wurden. Seitdem hat er sich auch im Freiland vermehrt. Man findet den Götterbaumspinner meist in den Ortschaften, in denen früher die Seidenzucht betrieben wurde und in denen noch der Götterbaum wächst.

Die Flügelspannweite des Götterbaumspinners beträgt 90-130 Millimeter. Die Grundfarbe des Nachtfalters variiert von goldbraun bis oliv oder rostbraun. Charakteristisch sind das breite helle Querband über die Vorder- und Hinterflügel sowie die schmalen und transparenten Halbmonde in der Mitte jedes Flügels. Die Männchen des Götterbaumspinner haben gekämmte Antennen. Bei den Weibchen sind die Antennen etwas kürzer gekämmt.

Nach der Paarung, die sich über einen ganzen Tag hinziehen kann, legen die Weibchen des Götterbaumspinner die Eier an Blättern und Zweigen der Futterpflanzen ab. Die ovalen Eier haben eine Länge von etwa 2 Millimeter. Die Jungraupen des Götterbaumspinner fressen meist gemeinsam, während die älteren Raupen zu Einzelgängern werden. Im Herbst spinnen sie einen Kokon und verpuppen sich darin. Die Puppe überwintert. Die Raupe des Götterbaumspinner ist blass blaugrün und überpudert mit einer weißen, wachsartigen Sekretschicht. Auf jedem Segment besitzt sie mehrere kurze Anhänge. Die Raupe ernährt sich von den Blättern des Götterbaums. In Gefangenschaft frisst die Raupe des Götterbaumspinner jedoch auch Linguster oder Flieder.

 

Götterbaumspinner (Samia cynthia) im Überblick:

Der Götterbaumspinner (Samia cynthia) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Pfauenspinner (Saturniidae)