Blauschillernder Feuerfalter

Wissenschaftlicher Name: Chrysophanus amphidamas

Der Blauschillernde Feuerfalter tritt in Mitteleuropa in lokalen Kolonien von Frankreich und Belgien über Süddeutschland nach Polen, der Tschechei und Rußland bis Sibirien auf und ist auch im südlichen Skandinavien anzutreffen. Aufgrund des Verschwindens der Moore geht die Verbreitung der Art jedoch immer weiter zurück, da sie an nasse Wiesen, Sümpfe, Waldränder mit Gräben und ähnliche Gebiete gebunden ist.

Die Vorderflügel erreichen 12-14 Millimeter. Die Oberseite zeigt eine violette Bestäubung, die mehr oder weniger stark die orange oder graubraune Grundfarbe überdeckt. Die orangeroten Mondflecken der Hinterflügel sind beiderseits von schwarzen Flecken begrenzt. Die Unterseite ist orangegelbgrau mit kleinen schwarzen Flecken und Fleckenreihen und einem hervortretenden orangeroten Saumband. Dem Weibchen der Blauschillernden Feuerfalter fehlt der violette Schimmer des Männchens.

Die Tiere fliegen an den Vorkommensorten mit hoher Populationsdichte zur Blütezeit der Sumpfdotterblume und des Wiesen-Schaumkrauts von Mai bis Juli. Es wächst üblicherweise nur eine Generation heran.

Nach der Paarung legen die Weibchen des Blauschillernden Feuerfalters die Eier einzeln an der Futterpflanze Schlangen-Knöterich ab. Die jungen Raupen sind zunächst weißlich, färben sich aber später in grün um. Sie fressen an der Unterseite der Blätter ein charakteristisches Muster und lassen eine Schicht der Cuticula als Fenster übrig. Mit fortschreitendem Alter nehmen die Raupen des Blauschillernden Feuerfalter eine zunehmend grüne Farbe an und fressen dann an der Blattoberseite. Die Puppen sind klein, weißlich-grau gefärbt und werden an Laub oder trockenen Stängeln befestigt. Die Puppe überwintert an der Futterpflanze und ist von stark abgerundeter Körpergestalt.

 

Blauschillernder Feuerfalter (Chrysophanus amphidamas) im Überblick:

Der Blauschillernder Feuerfalter (Chrysophanus amphidamas) ist ein Tagfalter aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae)