Baumweißling

Wissenschaftlicher Name: Aporia crataegi

Der Baumweißling ist ein großer Falter mit durchsichtigen weißen Flügeln, deren schwarze Geäder an einen kleinen Apollo erinnern. Der Baumweißling gehört zu den Wanderfaltern. Er war früher in ganz Europa vertreten, ist in diesem Jahrhundert jedoch aus vielen Regionen, insbesondere aus Mitteleuropa verschwunden. Der Baumweißling lebt in Obstplantagen, an Hecken und auf dem offenen Land. Häufig sieht man ihn jedoch auch über Klee- und Luzernefelder. Oft wird er von dem zuckerigen Honigtau angezogen, den Bohnen-Blattläuse ausscheiden.

Der Baumweißling hat einen Flügelspannweite von 50-65 mm. Die Vorderflügel des Baumweißling sind weiß und teilweise durchscheinend. Die Adern sind schwarz hervorgehoben. Die Hinterflügel des Baumweißlings sind ebenfalls weiß und teilweise durchscheinend. Der Körper des Schmetterlings ist grau und haarig. Männchen und Weibchen unterscheiden sich voneinander dadurch, dass die Weibchen transparentere Flügel als die Männchen haben.

Die Falter suchen ihre Nahrung an den Blüten von verschieden Distelarten, Luzerne, Natternkopf, Wiesensalbei, Rotem Wiesenklee und Rotem Hartriegel.

Pro Jahr wächst nur eine Generation heran, die von Mai bis Juni fliegt. Die Paarung des Baumweißlings findet oftmals unmittelbar nach dem Schlüpfen des Weibchens statt.

Die Weibchen legen gelbliche Eier in Gelegen an den Blättern der Fresspflanzen ab, wobei der Eingriffelige Weißdorn bevorzugt wird. Die Raupen sind bunt gefärbt und entwickeln sich in einem gemeinsamen Nest. Dabei ernähren sie sich vom Laub des Weißdorns, des Schwarzdorns, der Kirsche und verwandten Obstbäumen. Die Raupen des Baumweißlings überwintern in einem Gespinst. Die Puppen sind gelb gefärbt und mit einem Muster schwarzer Punkte versehen.

 

Baumweißling (Aporia crataegi) im Überblick:

Der Baumweißling (Aporia crataegi) ist ein Tagfalter aus der Familie der Weißlinge (Pieridae)