Apollo

Wissenschaftlicher Name: Parnassius apollo

Der Apollofalter kommt vorwiegend in den mittleren Höhenlagen vor und gilt als einer der schönsten und populärsten Falter, was wohl mit zu seiner Ausrottung geführt hat, da er jahrelang bedenkenlos eingefangen wurde. Zu den Lebensräumen des Apollos zählen sonnige, trockene Standorte mit steinigem Untergrund, vor allem felsige Hänge, Geröllhalden und Felsabbruchkanten, auch Bahn- und Straßenböschungen sowie Abraumhalden von Steinbrüchen.

Der Apollofalter hat eine Flügelspannweite von 65-75 mm. Das Weibchen ist dunkler gefärbt und hat deutlich sichtbare rote Augen auf den Flügeln. Die Vorderflügel des Apollofalters haben im Spitzenbereich nur sehr wenige Schuppen, wodurch die Flügel durchscheinend bis durchsichtig sind.

Der Apollofalter besucht nicht nur die weißen Blüten von Sedum album, sondern vorzugsweise die roten und violetten Blüten von Disteln, Flockenblumen und Oregano. Oft kann man die Falter beobachten, wie sie mit aufgeklappten Flügeln auf Steinen sitzen und sich sonnen.

Flugzeit des Apollo sind die Monate Juni bis September. Die Weibchen fliegen jedoch nur wenig, während die Männchen in ihrem Gebiet patrouillieren.

Die Weibchen legen bis zu 100 Eier einzeln an den Nahrungspflanzen ab. Die Eier sind weiß gefärbt und rundlich und haben eine körnige Oberfläche. Die Raupe des Apollofalters sind schwarz und an den Segmentgrenzen dunkelgrau beringt und kurz behaart. Sie überwintert in der Eihülle und verlässt diese im Frühjahr. Sie ernährt sich vorzugsweise von den fleischigen Blättern der Weiße Fetthenne und der Große Fetthenne. Die Raupen sind jedoch nur aktiv, wenn die Sonne scheint. Wird es kühler, verstecken sie sich unter Steinen. Die Raupe verpuppt sich in einem lockeren Gespinst in eine Mumienpuppe an der Nahrungspflanze oder unter Steinen. Die Dauer der Puppenruhe variiert stark von acht bis zehn Tagen bis zu mehreren Wochen, woraus die lange Flugzeit des Falters resultiert. Kurz nach dem Schlupf der Falter paaren sich diese und beim Weibchen bildet sich die sogenannte Sphragis am Hinterleib, die eine weiter Paarung verhindert. Schon bald nach der Kopula kommt es zur Eiablage.

 

Apollo (Parnassius apollo) im Überblick:

Der Apollo (Parnassius apollo) ist ein Tagfalter aus der Familie der Ritterfalter (Papilionidae)