Geräte für die Zucht von Schmetterlinge

Gläser

Gläser aller Art, Aquarien, Einkochgläser aller Größen, aber auch Platedosen sind gut geeignet. Die Öffnung soll den Durchgang der ganzen Hand ermöglichen.

Kleine glatte Wassergläser für Eierzuchten, Tablettenröhrchen aller Größen, Petrischalen.

Für den Verschluss der Gläser fertigt man aus 2 bis 4 cm breiten starken Pappstreifen Ringe an, die so zügig auf den oberen Glas- bzw. Dosenrand passen, dass durch sie Papier, Stoff oder Gaze das Gefäß fest verschließen. Auch straff sitzende Gummiringe sind gut verwendbar.

Raupenkästen

Komplizierte Konstruktionen mit Glaswänden, Scharniertüren und Füßen sind entbehrlich oder ungeeignet. Als Mindestforderung gilt jedoch: Der Kasten muss dicht sein, sich leicht reinigen lassen (ebenso desinfizieren!), durch den Deckel Luft und Licht Zutritt gewähren (Fenster aus Gaze oder anderem Geflecht). Der Deckel darf keinesfalls flach aufliegen, sondern muss in den Seitenwänden auf Stoß schließen. Maße nach Platz und Bedarf.

Hauben

Für viele Arten hat sich die Zucht in Hauben bewährt. Auf das Gefäß -Blechdose, Blumentopf oder Holzkasten - wird eine Drahtgazehaube, die unten in Blech gefasst ist und oben einen Holzdeckel trägt, gestülpt. Diese Methode eignet sich besonders für die Zucht an eingetopften Pflanzen.

Beutel

Wer im eigenen Garten oder an anderen Orten dazu Gelegenheit hat, sollte viele Zuchten aus dem Ei zumindest in der ersten Zeit, oft auch bis zur Verpuppung, im Freien in Beuteln an der lebenden Pflanze durchführen. Die Beutel müssen aus dichtem, weißem Stoff (weiß reflektiert die Sonnenstrahlung, wodurch zu hohe Erwärmung im Beutel vermieden wird) hergestellt sein. Größe nach Bedarf, 30x40 cm bis 150x70 cm. Die Öffnung befindet sich an der Schmalseite. Der Beutel wird über einen vorher gründlich abgeklopften (Ameisen!) Zweig der Futterpflanze gezogen, Eier oder Raupen werden in den Beutel gegeben, dieser dann mit fester Schnur am Ast dicht verschlossen. Regelmäßig kontrollieren. Manche Raupen haben riesigen Appetit!

Kleingeräte

Ferner leisten gute Dienste:Schere Beim Futterwechsel werden die Raupen meist mit Zweig, Blatt oder Ast abgeschnitten. Handberührung möglichst vermeiden!

Schere Beim Futterwechsel werden die Raupen meist mit Zweig, Blatt oder Ast abgeschnitten. Handberührung möglichst vermeiden!
Gartenschere Zum Abschneiden des Futters.
Großer Pinsel Zum Reinigen der Raupenbehältnisse.
Kleiner Pinsel Zum Abnehmen sehr kleiner Raupen.
Ferner Pinzette, Papier, Filter- oder Löschpapier, Holzwolle, Sägespäne, Sand oder sandige Erde. Dabei sollte man Sand und Erde zwecks Tötung aller Bakterien ausglühen.

Puppenkasten

Viele Zuchten scheitern infolge falscher Behandlung der Puppen. Die Verhältnisse in der freien Natur, in der Feuchtigkeit, Temperatur und Wind in einem bestimmten Verhältnis stehen, können wir in der Gefangenschaft nicht bieten. Deswegen das Problem: Genügende Feuchtigkeit ohne Schimmelbildung.

Der Puppenkasten besteht aus starkem Holz. Seitenteile, Boden und Deckel sind verfugt. Der Deckel schließt mit den Seitenwänden auf Stoß und trägt ein großes Fenster aus Drahtgeflecht oder Drahtgaze. Die Innenwände werden mit einer groben Raspel horizontal so bearbeitet, dass sich Rillen bilden, an denen der geschlüpfte Falter leicht hochklettern kann. Im Unterteil des Puppenkastens befindet sich eine ausschiebbare Blech- oder Glasschale (Fotoschale) zur Aufnahme von Wasser. Darüber ein auf Wandleisten ruhender Holzrahmen, der unterseits mit Drahtgaze bespannt ist und zweckmäßigerweise durch Leisten in 4 bis 8 Abteilungen zerlegt wird. Jedes Abteil wird mit einem Leinwandläppchen bedeckt, auf das die Puppen gelegt werden, die mit einem gleichgroßen Läppchen zuzudecken sind. Verwendbar ist nur Leinwand, da allein diese die aus dem Wasserbehältnis aufsteigende notwendige Feuchtigkeit aufnimmt. In einem solchen Puppenkasten ist stets die notwendige Feuchtigkeit ohne Schimmelbildung!