Suchen der Puppen und Eier von Schmetterlinge

Suche der Puppen

Diese Sammelmethode wird relativ wenig angewendet. Oberhalb der Erde befindliche Puppen und Gespinste sind meist so getarnt und verborgen, dass Funde nur zufällig erfolgen. Im Erdreich - oft knapp unter der Oberfläche -, im Humus, im lockeren Boden und in der Streu befindliche Puppen können durch "Kratzen" oder "Graben" gesammelt werden.

Zum Kratzen braucht man einen Puppenkratzer (Jäter im Gartenbau) oder kleinen Rechen von bis zu 20 cm Breite. Mit einem dieser Geräte wird der Boden am Fuße alter Bäume, zwischen den Wurzeln, aufgekratzt und auf Puppen untersucht.

Beim Graben wird nach dem gleichen Prinzip verfahren, wobei jedoch mit Hilfe eines schmalen Spatens in tiefere Schichten eingedrungen wird.

Bei der Suche sind alte alleinstehende Bäume zu bevorzugen, besonders Eichen, Linden, Pappeln, Weiden und Buchen versprechen Erfolg.

Der Transport der Puppen ist meist schwierig, da die Puppen sehr empfindlich gegen Druck und Stoß sowie Lageveränderung sind. Puppen an Zweigen, Ästen, Blättern und Halmen keinesfalls von der Unterlage ablösen, sondern mit dieser abschneiden und mit Insektennadeln feststecken. Richtige Lage beachten! Gespinste von Spinnern und Bären niemals öffnen, sondern - wenn möglich - im Ganzen ablösen und stoßfrei in kleinen Dosen oder Schachteln befördern, eventuell zwischen lockeren Moosschichten. Puppen aus der Erde, also vorwiegend von Schwärmern, Eulenfaltern und Spannern, zwischen Moos oder in Leinwandläppchen bzw. einzeln in lockeren Papierröllchen transportieren. Kleine Schachteln verwenden. Niemals darf Watte für den Puppentransport verwendet werden!

 

Suche der Eier

Einige wenige Arten, wie Goldafter, Ringelspinner, Schwammspinner, Bürstenbinder u. a., legen ihren Eiervorrat geschlossen in Form eines Schwammes, Spiegels oder Ringes ab, der verhältnismäßig leicht zu finden ist. Die meisten Arten jedoch heften ihre Eier mehr oder weniger einzeln und so getarnt an die Futterpflanze, dass Funde nur zufällig möglich sind. Systematisches Suchen ist zwecklos. Nur bei einigen Spinnerarten (Notodontiden) kann eine planmäßige Eiersuche gelegentlich Erfolg bringen.

Eier werden stets mit der Unterlage abgenommen. Bei Rindenfunden vorsichtig mit dem Messer oberste Schicht ablösen. Kleine Schachteln, besser Tablettengläser für Transport verwenden. Sofort Pflanze, an der die Eier abgelegt waren, vermerken.