Feinde und Krankheiten der Schmetterlinge

Für den Fortbestand der Schmetterlinge gibt es viele Bedrohungen: Raubfeinde, Parasiten, Pilze und Krankheiten.

Aus diesem Grund legen Schmetterlinge Hunderte und manchmal gar Tausende von Eiern, aus denen aber am Ende meist nicht mehr als zwei bis drei Falter resultieren. Die Natur erhält so ein natürliches Gleichgewicht, das erst durch die Reduzierung der Lebensräume für Schmetterlinge zu kippen begann, so dass es inzwischen zu einer starken Verminderung der Schmetterlinge gekommen ist.

Raubfeinde

Raubfeinde der Schmetterlinge vergreifen sich an den Eiern bzw. Raupen der Schmetterlinge oder greifen die Falter direkt an. Manche tun auch beides, wie beispielsweise Vögel, die gelegentlich Tagfalter fangen aber auch wesentlich häufiger mit Raupen im Schnabel ihre Jungen im Nest füttern. Auch Eulen und Füchse machen sich gelegentlich über die Raupen der Schmetterlinge her. Als regelmäßige Nahrung dienen sie ferner kleineren Säugetieren wie beispielsweise Mäuse. Fledermäuse hingegen fangen Nachfalter, die sie mittels Ultraschallradar im Dunkeln orten.

Aber auch unter den Insekten gibt es viele räuberische Feinde wie zum Beispiel Käfer, Wespen, Libellen und Raubfliegen. Letztere fangen die Falter im Flug, während Käfer und Wespen nach Raupen suchen. Auch Spinnen sind Feinde der Raupen. Einige Arten wie beispielsweise die gut getarnten Krabenspinnen lauern auch in Blüten und jagen Falter, die Blüten besuchen.

Parasiten

Parasiten befallen die Raupen der Schmetterlinge. Am bekanntesten ist die Schlupfwespe, die einen stachelförmigen Legebohrer besitzt, mit dem die Eier in lebende Raupen, Puppen und sogar Eier der Schmetterlinge abgelegt werden. Die Schlupfwespenlarven ernähren sich zunächst nur von den Speicherorganen der Raupe, so dass diese am Leben bleibt und den Parasiten weiterhin ernähren kann. Später bohren sich die Larven durch die Raupenhaut und verpuppen sich im Freien neben ihren Opfern, die dabei sterben, oder zusammen mit den Raupen und verlassen erst die Puppe des Opfers, das dabei wiederum stirbt.

Auch die Raupenfliegen befallen die Raupen der Schmetterlinge und kleben ihre Eier auf Körperoberfläche der Raupen, von wo sich die Larven in das Innere der Raupe bohren. Die ausgewachsene Larve verlässt dann die Raupe und verpuppt sich neben dem Opfer.

Weniger bekannt sind die parasitären Milben. Rote Milben findet man oft am Körper und auf den Flügeln von Tagfalter, speziell der Augenfalter, aber auch einigen Nachtfaltern. Sie heften sich an die Schmetterlinge und ernähren sich von deren Körpersäfte, bis sie als erwachsene Tiere abfallen ohne jedoch größeren Schaden an den Schmetterlingen anzurichten.

Krankheiten

Schmetterlingsraupen können von bateriellen und virösen Infektionen befallen werden. Die Raupen werden dann  lethargisch und fessen nicht mehr, verlieren ihre Farbe und werden schwarz.

Viruserkrankungen treten ebenfalls bei Schmetterlingsraupen - im Gegensatz zu anderen Insekten - auf. Befallene Raupen sterben meistens nicht, sondern werden lediglich geschwächt und übertragen die Keime auf die Nachkommen.

Pilze

Spezielle Pilze befallen Raupen am Boden. Das Myzel durchdringt zunächst das ganze Gewebe der Raupe bis sich schließlich ein ruchtkörper bildet. Die eingeschrumpfte und erhärtete Raupe bildet dann mit dem Fruchtkörper des Pilzes eine Einheit.