Schmetterlinge fangen an Blüten

Erforderlich sind: Netz, Tötungsgläser, Tötungsspritze, Pinzette, Steckschachteln mit Insektennadeln, elektrische Taschenlampe.

Die Blüten einer Anzahl von Pflanzen üben eine starke Anziehungskraft auf Schwärmer und Eulenfalter aus. Das sind besonders:

  • Ziertabak (Nicotiana alata)
  • Natterkopf (Echium vulgäre)
  • Echtes Geißblatt (Lonicera caprifolium)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi)
  • Echter Salbei (Salvia officinalis)
  • Echtes Seifenkraut (Saponaria officinalis)
  • Taubenkropf (Silene inflata und andere Arten)
  • Gartennelken
  • Petunien
  • Schneebeere (Symphoricarpos albus)
  • Sommerflieder (Buddieja davidii)
  • Weiße Taubnessel (Lamium album)
  • Rittersporn (Delphinium), Sorten
  • Phlox, hohe Sorten
  • Eisenkraut (Verbena officinalis)

Ziertabak ist besonders für Schwärmer anziehend. Sommerflieder auch hervorragend für Tagfalter geeignet.

Der Fang erfolgt ausschließlich mit dem Netz. In der Dämmerung anfliegende Schwärmer können ohne Lampe entdeckt und gefangen werden. In der Dunkelheit werden die Blüten mit der Lampe angeleuchtet.

Geeignete Örtlichkeiten sind Wiesenränder, unbebaute Hänge, Blößen, Beete und Rabatten in Gärten und Anlagen.

Fang an Weidenkätzchen
Erforderlich sind außer Netz, Tötungsgläsern, Steckschachteln, Insektennadeln, Tötungsspritze und Pinzette: elektrische Taschenlampe, Knotenstock und ein weißes Tuch von etwa 2 x 3 m Größe.

Ab Ende Februar bis Mitte März werden die blühenden Kätzchen der Weiden (Salix-Arten) gern und oft in großer Menge von Eulenfaltern, besonders der Gattung Monima, zur Nektaraufnahme besucht. Am Tage günstig gelegene blühende Weiden vormerken! Nach Anbruch der Dunkelheit das Tuch unter blühende Zweige legen, diese schütteln oder mit Stock von oben nach unten schlagen (vorsichtig, um Rindenverletzungen zu vermeiden). Mit der Lampe das Tuch ableuchten, auf dem die heruntergestoßenen Tiere sitzen, diese lassen sich mit dem Tötungsglas leicht aufnehmen.

Erleichtert wird der Fang, wenn zwei Entomologen zusammenarbeiten. Ein weißes Tuch von etwa l m2 Fläche wird an zwei Stöcken befestigt, die der eine Sammler unter die Blütenäste hält, während der andere schüttelt oder klopft.