Schmetterlinge fangen am Köder

Viele nektarlüsterne Eulenarten sind besonders am künstlichen Köder leicht zu fangen.

Erforderlich sind dazu eine Ködermischung mit Pinsel, Netz, Tötungsgläser, Tötungsspritze, Pinzette, Steckschachteln mit Insektennadeln und eine elektrische Lampe. Außerdem ist ein nasses Handtuch für die klebrigen Finger vorteilhaft.

Einige erfolgversprechende Köderrezepte sind:

  • Honig mit dunklem Bier gut verrühren und gären lassen.
  • Reinen, zähen Sirup mit dunklem Bier mischen, bis ein dickflüssiges Gemisch entsteht. Gären lassen.
  • Gärendes Apfelmus mit Sirup mischen.

Die ersten beiden Mischungen können unter Verzicht auf Gärung sofort verwendet werden, wenn man sie aufkocht.

In diese Masse, die man je nach Bedarf entweder mit dunklem Bier verdünnt oder mit Fruchtmarmelade oder Stärkesirup verdickt, kann man auf Schnüre aufgereihte, getrocknete Apfelscheiben legen, bis sie sich vollgesogen haben. Die Köderschnüre werden an Aststummeln, Zweigen usw. aufgehängt. Transport im Einmachglas. Auch Anstrich ist gebräuchlich: Der flüssige Köder, den man vorteilhaft mit l Esslöffel Glyzerin versetzt, wird in Augenhöhe an möglichst viele Baumstämme, Pfosten, Masten usw. mit einem Pinsel etwa 10 cm breit und 10 cm hoch aufgetragen.

Gegen Abend wird der Köder angestrichen oder es werden die Schnüre aufgehängt. Diese Stellen zum Wiederauffinden mit weißem Papier oder mit Kreidestrichen kennzeichnen. Ab Anbruch der Dunkelheit die Köderstellen mehrmals ablaufen, jeweils vorsichtig hinzutreten, dann erst Lampenlicht auf den Köder richten und das Netz darunter halten, da viele Falter abspringen.

Die meisten Eulenfalter können mit dem Tötungsglas abgenommen werden, leichtes Antippen mit dem Finger genügt. Flüchtige, nervöse Tiere, wie besonders die Ordensbänder, sollte man hingegen besser mit Netz fangen. Getötete Tiere - eventuell die Tötungsspritze benutzen - sofort nadeln.

Geeignete Örtlichkeiten sind Ränder von Misch- oder Laubwäldern, große Gärten, Waldwege, Wiesen und Blößen, Wiesentäler. Dabei ist jedoch die Windrichtung zu beachten. Der Wind sollte vom Köderplatz in das als günstig angesehene Gelände streichen.

Die beste Zeit ist Juni bis Herbst.

Ein guter Köderanstrich wirkt mehrere Abende, wodurch sich der Anflug steigert.