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Schmetterlingsfamilien der Tagfalter Die eigentlichen Tagfalter, vorwiegend mittelgrosse Schmetterlinge, fliegen am Tage, lieben den Sonnenschein, besuchen Blüten oder saugen an feuchten Stellen oder an fliessenden Baumsäften. Der Kopf ist eher klein, insbesondere im Verhältnis zu den großen, breitflächigen Flügeln, die in Ruhestellung meist nach oben zusammengeklappt sind. Die Fühler sind an der Spitze keulen- oder knopfförmig verdickt. Die Raupen der Tagfalter sind glatt, kurz behaart oder dornig. Die Verpuppung erfolgt als Stürz- oder Gürtelpuppe, frei oder ganz lose eingesponnen am Boden. Als unechte Tagfalter werden die Dickköpfe (Hesperiidae) bezeichnet. Hierbei handelt es sich um kleine Falter mit grossen Kopf und gedrungenen Körper, der kräftig im Verhältnis zu den kleinen Flügeln erscheint. In der Lebensweise entsprechen sie im allgemeinen den echten Tagfaltern.
Arten der Familie Dickkopffalter (Hesperiidae) Namensgebend für die Familie der Dickköpfe ist der breite Kopf der Tiere. Die europäischen Falter erreichen eine Flügelspannweite von 24 bis 34 Millimetern, in den Tropen findet man jedoch größere Exemplare. Die Tiere haben einen mittelmäßig bis kräftig gebauten Körper, einen Kopf der fast immer breiter als der Thorax ist und sind an ihrer Ruheposition sofort erkennbar. Die meisten Arten haben ihre Flügel so geöffnet, dass die Vorder und Hinterflügel in einem spitzen Winkel zueinander stehen. Die Vorderflügel sind etwa 1,5 bis zwei mal länger als breit und meist orangebraun, braun, grau oder schwarz gefärbt, es gibt aber, vor allem in den Tropen, zahlreiche bunt gefärbte Arten. Viele Arten weisen auf beiden Flügelpaaren helle Würfelflecken auf. Einige Männchen tragen auf den Flügeln Duftschuppenstreifen. Die Hinterflügel sind breit abgerundet und in etwa gleich breit, wie die Vorderflügel. Die Fühler sind kurz, etwa halb so lang, wie die Vorderflügel und am Ende verdickt. Diese Keule ist meist langgestreckt und am Fühlerende deutlich gebogen. Die Tiere haben keine Maxillarpalpen, ihre Labialpalpen haben drei Segmente. Ihr ungeschuppter Saugrüssel ist, genauso wie alle drei Beinpaare voll entwickelt. Die Vorderflügel haben 12 Flügeladern mit einer Analader (1b). Die Hinterflügel haben 8 Adern mit zwei Analadern (1a und 1b). Die meist grün, gelb oder hell gefärbten Raupen haben mit Aussnahme der Arten der Unterfamilie Megathyminae einen Kopf der breiter als der Thorax ist und voll entwickelte Bauchbeinpaare. Die meisten Arten sind kurz behaart. Manche Arten haben eine sehr lebhaften Körperfärbung. Der Großteil der Falter ist tagaktiv. Es gibt aber einige Arten, wie z.B. Celaenorrhinus fritzgaertneri, die dämmerungs- und auch nachtaktiv sind. Alle Vertreter der Dickkopffalter zeichnen sich durch einen charakteristischen Flug aus. Einige fliegen sehr schnell und nahe am Boden, während andere einen leicht hüpfenden Flug zeigen. Die Eier werden von den Weibchen einzeln an den Futterpflanzen abgelegt. Die daraus schlüpfenden Raupen fressen im Schutz von einer Blattbehausung, die aus mit Seide befestigten Blättern besteht. In dieser verpuppen sie sich auch, wobei die Behausung nach jeder Häutung neu erbaut und zur Überwinterung oder Verpuppung an kräftigen Stängeln der Futterpflanze befestigt wird. Nur sehr wenige Arten, z.B. die der Gattung Megathymus boren in Agavengewächsen. Unter den Dickkopffaltern gibt es einige Arten, die als Schädlinge auftreten können, wie z.B. Erionota thrax, deren Raupen an Bananenpflanzen fressen, Hidari irava an Palmen und Arten der Gattung Nyctelius an Zuckerrohr. |
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